Eine mögliche Unterstützung bei chronischen Beschwerden
Migräne kann den Alltag erheblich beeinträchtigen. Viele Betroffene leiden unter wiederkehrenden, starken Kopfschmerzen, oft begleitet von Lichtempfindlichkeit und eingeschränkter Leistungsfähigkeit. Nicht immer führen klassische Medikamente zu einer ausreichenden Besserung.
In bestimmten Fällen kann die Behandlung mit Botulinumtoxin eine ergänzende Therapieoption darstellen.
Für wen ist die Behandlung geeignet?
Bei bestimmten Formen der Migräne, insbesondere bei chronischer Migräne, kann eine Behandlung sinnvoll sein, vor allem wenn bisherige Therapien nicht ausreichend wirken oder nicht gut vertragen werden. Das heißt, wenn z.B. die Häufigkeit der Migräneepisoden und der Schmerzmittelbedarf hoch sind.
Wichtig ist:
Nicht jede Migräneform spricht auf diese Therapie an. Ob eine Behandlung sinnvoll ist, wird daher immer individuell im ärztlichen Gespräch geklärt.
Wirkung und Ziel der Behandlung
Durch gezielte Injektionen in bestimmte Muskelgruppen im Kopf- und Nackenbereich kann Botulinumtoxin dazu beitragen, die Aktivität überbeanspruchter Muskulatur zu reduzieren.
Ziel ist es, die Häufigkeit und Intensität der Migräneattacken zu verringern. Es handelt sich dabei nicht um eine Heilung, sondern um eine unterstützende Therapie.
Die Behandlung kann begleitend zu einer bestehenden medikamentösen Therapie erfolgen.
Bei einigen Patientinnen und Patienten kann sich dadurch der Bedarf an Schmerzmedikation reduzieren. Eine Anpassung erfolgt jedoch immer individuell und in ärztlicher Abstimmung.